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Übersicht:
Präparate zur Notfallverhütung enthalten Hormone, wie sie
auch in der Pille zum Einsatz kommen- zur Notfallverhütung müssen die Hormone
jedoch höher dosiert sein.
Möchten Sie im Nachhinein noch verhüten, sollten Sie
schnell handeln und zum Frauenarzt gehen: Denn die erste Hormondosis müssen Sie
so früh wie möglich nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen, bei dem kein
ausreichender Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bestand. Je früher Sie mit der Einnahme beginnen, umso
sicherer ist die Wirkung.
Die Notfallverhütung ist verschreibungspflichtig.
Welche Möglichkeiten
gibt es?
Derzeit stehen zwei verschiedene Präparattypen für die
Notfallverhütung zur Verfügung.
Typ 1 ist die Kombination zweier Hormone (Kombinationspräparat),
Typ 2 enthält nur 1 Hormon (Monopräparat).
In der Anwendung gibt es kleine Unterschiede:
Die Einnahme der ersten Dosis des Kombinationspräparates(2
Dragees) muss so früh wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden
nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen. Die 2.Dosis muss 12 Stunden
nach der ersten Dosis eingenommen werden.
Beim Monopräparat muss die erste Dosis (1 Tablette) zwar
ebenfalls so früh wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden
eingenommen werden, die Einnahme der zweiten Dosis soll dann aber frühestens
nach 12 Stunden und spätestens nach 24 Stunden erfolgen. Dadurch kann für die
Einnahme der zweiten Dosis eine günstige Tageszeit ausgewählt werden.
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Wie wirkt die
Notfallverhütung?
Die Wirkung beider Präparate ist vergleichbar. In einer
großen Studie an fast 2000 Frauen erwies sich das Monopräparat als etwas
besser wirksam und vor allem als viel besser verträglich.
Das Monopräparat enthält Gestagen Levonorgestrel, dessen
Hauptwirkung darin besteht, dass der Eisprung verhindert bzw. verzögert wird
Das Präparat kann zu jedem Zeitpunkt im Zyklus eingesetzt
werden
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Welche
Nebenwirkungen sind möglich ?
Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Müdigkeit
können auftreten.
Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme
einer Tablette ist sofort die Einnahme einer weiteren Tablette notwendig.
Die Nebenwirkungen halten meist nur 2 Tage nach Einnahme
der 2.Tablette an.
Schmerzen in den Brüsten und Blutungen können bis zur nächsten
Menstruation anhalten.
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Auf welchen
Zeitraum erstreckt sich der Schutz?
Die rechtzeitige Einnahme des Levonorgestrel-haltigen Präparates
kann 9 von 10 Schwangerschaften verhindern.
Der Schutz erstreckt sich auf die vorangegangenen 72
Stunden, unabhängig davon, wie oft in dieser Zeit Geschlechtsverkehr stattfand.
Die verhütende Wirkung ist allerdings nicht anhaltend. Das
heißt, für den Rest des Zyklus besteht kein Schutz vor einer Schwangerschaft.
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Für wen ist diese
Verhütung nicht geeignet?
Für Frauen, die bereits einmal eine
Eileiterschwangerschaft oder eine
Eileiterentzündung hatten, ist diese Methode nur nach Rücksprache mit dem
Frauenarzt anzuwenden.
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Wie geht es weiter
mit dem Zyklus?
Die nächste Monatsblutung kann zum vorgesehenen Zeitpunkt,
aber auch einige Tage früher oder später eintreten. Sie muss mit den üblichen
Monatsblutungen vergleichbar sein. Ist das nicht der Fall, ist ein Arztbesuch
notwendig. Da gilt auch,, wenn sich die Monatsblutung um mehr als 5 Tage verzögert.
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Wie oft ist die
Notfallverhütung anwendbar?
Die hormonelle Notfallverhütung darf nur im Ausnahmefall eingesetzt werden. Bei häufiger
Anwendung können sich Zyklusstörungen einstellen.
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