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Myome-Uterus
myomatosus
Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmutter.
Im geschlechtsreifen Alter der Frau treten Myome sehr häufig
auf. Sie können an verschiedenen Stellen in der Gebärmutter
entstehen und unterschiedliche Größen aufweisen.
Myome wachsen meist langsam. Das Wachstum ist abhängig von
der Östrogenproduktion der Eierstöcke und hört nach den Wechseljahren auf.
Die Ursache der Myomentstehung ist noch unbekannt.
Bei 40-50% der Frauen verursachen die Myome keine
Beschwerden. Es können durch Myome jedoch Störungen der Regelblutungen
auftreten, vor allem verstärkte oder verlängerte Blutungen, ebenso Schmerzen
und Druckgefühle. Auch können Myome Unfruchtbarkeit verursachen oder zu
Fehlgeburten führen.
Größere Myome sind bei der Tastuntersuchung feststellbar.
Eine genaue Diagnostik auch kleiner Myome ist durch eine Ultraschalluntersuchung
der Gebärmutter möglich
Wenn Myome keine Beschwerden hervorrufen, ist eine
Behandlung nicht erforderlich, jedoch sollten sie regelmäßig kontrolliert
werden.
Blutungsstörungen und Schmerzen, die durch Myome
verursacht werden, sind durch die Gabe von Hormonpräparaten günstig zu
behandeln, auch kann so das Wachstum vermindert werden.
Oft ist es sinnvoll, Myome zu entfernen, vor allem wenn
Kinderwunsch besteht. Dies kann durch eine Bauchspiegelung erfolgen.
Bei großen Myomen ,deren Beschwerden nicht durch
Medikamente zu beseitigen sind und bei abgeschlossener Familienplanung kommt als
Behandlung die Entfernung der mit Myomen durchsetzen Gebärmutter in Frage.
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Brustkrebs
(Mammakarzinom)
Das Mammakarzinom ist die häufigste
Krebserkrankung der Frau, das heißt fast jede 4. Krebserkrankung ist ein
Karzinom der weiblichen Brust. Zirka jede 9. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens.
Das Mammakarzinom ist die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 40 und 50
Jahren.
Für die Entstehung werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht. Der
größte Risikofaktor ist die familiäre Belastung. Eine weitere Bedeutung
besitzen Ernährungsgewohnheiten, speziell die erhöhte Fettzufuhr. Fettsucht (Adipositas) und Diabetes mellitus sowie das Rauchen sind risikosteigernde
Faktoren.
Die Bedeutung der Verhütungspille zur Entstehung eines Tumors ist noch nicht
verbindlich geklärt. Bei der Langzeiteinnahme von östrogenhaltigen
Hormonpräparaten im Klimakterium scheint es bei Einnahmezeiten von mehr als 5
bis 10 Jahren gewisse Risikoabhängigkeiten zu geben. Jede proliferative Form
der Mastopathie bürgt ein erhöhtes Krankheitsrisiko.
Prognosemerkmale. Die Prognose des Mammakarzinoms
unterliegt bestimmten Kriterien. Dazu zählten:
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die Größe des Primärtumor |
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das histologische Untersuchungsergebnis |
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die Lokalisation ( ein oder mehrere Zentren ) |
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die Hormonabhängigkeit |
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die Axillarmetastasierung |
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die Fernmetastasierung |
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das Alter. |
Symptome, die unbedingt einem Arzt vorgestellt werden
müssen.
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Schmerzen, sehr selten (5-10%) |
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Absonderungen, meist
unspezifisch (müssen aber abgeklärt werden): |
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umschriebene Hauteinziehungen |
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Einziehungen der Brustwarze |
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Knoten in der Brust |
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Knoten in der Achselhöhle |
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geschwürartige Hautveränderungen |
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fleckartige Hautveränderungen und unklare Rötungen |
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ekzematöse Hautveränderungen im Bereich der Brustwarze und
des Vorhofes |
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Apfelsinenhautphänomen (Verdickung der Haut über einem
Karzinom) |
Diagnostik. Bei Verdacht einer bösartigen Erkrankung,
die sich aus Symptomen und Befunden ergeben, werden folgende Untersuchungen
eingeleitet:
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die Mammographie (eine Röntgenuntersuchung der weiblichen
Brust) |
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die Mammasonographie (eine Ultraschalluntersuchung) |
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die Magnetresonanztomographie (MRT) bei unklaren Befunden |
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die röntgenologische Milchgangsdarstellung in bestimmten
Fällen |
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die Sekretuntersuchung bei Absonderungen (Zelluntersuchung) |
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die Punktion eines auffälligen Brustbefundes zur
Differenzierung |
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die gezielte Gewebsentnahme (Histologie) |
Therapie.
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Operative Therapie. |
-
brusterhaltendes Vorgehen mit axillärer
Lymphknotenexstirpation,
-
Entfernung der erkrankten Brust bei großem Tumor mit axillärer
Lymphknotenentfernung
-
Die axilläre Lymphknotenentfernung wird heute in ausgewählten Zentren
teilweise auch durch die isolierte Entfernung eines sogenannten "Wächter" -
Lymphknotens (Sentinel-Lymphknoten-Biopsie) ersetzt.
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Postoperative Strahlentherapie. |
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Chemotherapie mit unterschiedlichen Therapiekonzepten (medikamentöse
Behandlung). |
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Hormonlangzeittherapie |
Nachsorge. Die Nachsorge wird in der Regel durch den nachbehandelnden Onkologen
durchgeführt, der die Chemotherapie und / oder Hormontherapie durchführt.
Eine zusätzliche Kontrolle übernehmen die strahlentherapeutischen
Behandlungseinrichtungen.
Die Kontrollintervalle, je nach individuellem Risiko, liegen in den ersten 3
Jahren zwischen 2 bis 4 Monaten, danach bis zum Abschluss im 5. Jahr bei 6
Monaten.
Bei den anstehenden Kontrolluntersuchungen werden Laborwerte, Tumormarker,
Mammographien, Röntgenuntersuchungen der Lunge, Sonographien des Abdomens und
Untersuchungen des Skelettsystems vorgenommen.
Vorsorge.
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Regelmäßige Selbstuntersuchung monatliche nach der Menstruation: |
 | ärztliche Tastuntersuchung 1 - 2 x jährlich |
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bildgebende Verfahren bei Risikopatienten als Kassenleistung jährlich |
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Empfehlung: Individuelle Gesundheitsleistung ab 40 Jahre jährlich gegen
Honorar |
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Eierstockskrebs (Ovarialkarzinom)
Bösartige Ovarialtumoren treten in allen Altersgruppen auf, auch im
Kindesalter. Ihr Häufigkeitsgipfel liegt zwischen 50 und 70 Jahren. Etwa 20-30% aller Ovarialtumoren
sind bösartig und werden häufig erst spät erkannt. Die
Ersterkennung erfolgt meist erst in einem Stadium, in welchem eine Verbreitung auf das
Bauchfell stattgefunden hat, also in einem fortgeschrittenem Stadium.
Symptome. Die Symptomatik von Ovarialtumoren ist sehr unterschiedlich,
meist symptomarm und uncharakteristisch.
Eine Vorstellung beim Frauenarzt sollte erfolgen bei:
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Zunahme des Bauchumfanges und Fremdkörpergefühl |
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Druck auf Nachbarorgane durch Blasenbeschwerden, Kreuzschmerzen, Schmerzen
beim Stuhlgang |
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Unklare Blutungen |
 | extreme Frühreife im Kindesalter, also vor dem 10. Lebensjahr (spricht
für vorzeitige Hormonaktivitäten) oder bei androgenen Effekten (plötzliche
Virilsierungserscheinungen wie Bartwuchs). |
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gynäkologische Veränderungen im Zusammenhang mit Lungenschmerzen oder
Knochenschmerzen |
 |
Gewichtsverlust |
Diagnostik. Die Diagnose eines Ovarialtumors ist bei meist fehlender
Symptomatik oft eine Zufallsdiagnose bei einer Routine- oder
Vorsorgeuntersuchung.
Jede Frau sollte wenigstens die im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung
gebotenen Möglichkeiten beim Frauenarzt nutzen.
Im einzelnen werden bei Verdacht folgende Untersuchungen durchgeführt:
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Palpation des weiblichen Genitale |
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Sonographie (Ultraschall) des kleinen Beckens bei unklarem Tastbefund |
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Laparoskopie (Bauchspiegelung) ggf. mit Gewebeprobe |
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Computertomographie (CT) |
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Umgebungsuntersuchungen wie:
-
Koloskopie (Dickdarmspiegelung)
-
Rektoskopie (Enddarmspiegelung)
-
Röntgenuntersuchung der harnableitenden Wege
-
Abdominalsonographie (Ultraschall des gesamten Bauchraumes)
|
 |
Laboruntersuchungen, z.B. Tumormarker |
Therapie. Die Therapie der Ovarialtumoren richtet sich nach den
vorliegenden Befunden.
Operatives Vorgehen:
 | bei sogenannten Borderline-Tumoren (LMP-Tumoren, low malignant potency) kann
ein konservatives Vorgehen per Laparoskopie mit Tumorexstirpation
ausreichend sein |
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beim Ovarialkarzinom gibt es nur die Operation mit abdominalen
Längsschnitt als Mittel der Wahl. Dabei wird die Gebärmutter, beide Adnexe
(Eierstock und Eileiter beidseitig) und das sog. Netz (ein Fettlappen, der
den Darm abdeckt) entfernt. Zusätzlich werden die regionalen Lymphknoten
im kleinen Becken und entlang der Aorta entfernt |
Je nach Stadium, also Ausdehnung und Grad des Karzinoms, sind meist
zusätzliche Behandlungen nach einer Operation notwendig:
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Chemotherapie, eine medikamentöse Behandlung zur Bekämpfung eventuell
zurückgebliebener oder aus operationstechnischen Gründen nicht
entfernbarer Tumorreste |
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Strahlentherapie meist bei unvollständiger Tumorexstirpation nach
Chemotherapie, auch als Kombination bei fortgeschrittenen Befunden im Sinne
einer Radio - Chemotherapie möglich. |
Die Entscheidung, welche optimale Therapie zum Einsatz kommt, obliegt dem
Zentrum der Krebsbehandlung.
Nachsorge. Die Tumornachsorge wird in den meisten Fällen
onkologischen Schwerpunktzentren überlassen bleiben, da ja in der Regel
chemotherapeutische Behandlungen erforderlich werden.
Zu den regelmäßigen Kontrollen in 6 bis 8-wöchigen Abständen werden
Laboruntersuchungen, einschließlich Bestimmung der Tumormarker, Abdominalsonographien,
Knochenszintigraphien und Röntgenuntersuchungen durchgeführt.
Prognose. Je früher ein Ovarialtumor
diagnostiziert wird, um so besser ist
die Prognose. Leider kommen Tumoren im Stadium I und II nur selten zur
Behandlung. Die sogenannte 5-Jahres-Überlebenszeit ist demzufolge leider sehr
niedrig.
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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
Das Zervixkarzinom macht etwa 25% der Krebserkrankungen im Genitalbereich
aus. Bei regelmäßiger frauenärztlicher Vorsorgeuntersuchung mit den heutigen
Möglichkeiten dürfte das voll ausgeprägte Krankheitsbild gar nicht mehr
vorkommen, da bereits Vorstadien gut erkannt und behandelt werden können.
Für die Entstehung sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Als gesichert
gilt, dass sexuelle Aktivitäten eine große Rolle spielen, auch die frühe
regelmäßige sexuelle Beziehung das Risiko erhöht. Risikosteigernd wirkt sich
auch die häufig wechselnde Sexualpartnerschaft aus.
Scheideninfektionen bei mangelnder Sexualhygiene beider Partner spielen eine
Rolle.
Nach neuen Erkenntnissen hat der Befall des Genitalbereiches mit Papillomviren
eine große Bedeutung gewonnen.
Die Latenzzeit zwischen einer Infektion und der Karzinomentwicklung kann 15-20
Jahre betragen.
Die Pille hat nach bisherigen Erkenntnissen keine Bedeutung für eine
Krebsentstehung. Da sich aber das Sexualverhalten mit Pilleneinnahme bei
Jugendlichen verändert hat, kann dies als Risikosteigerung angesehen werden.
Symptome. Bei folgenden Symptomen muss der Frauenarzt aufgesucht
werden:
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zyklusunabhängige Blutungen |
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Kontaktblutungen nach Geschlechtsverkehr |
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Blutiger, fleischwasserfarbener Ausfluss |
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Auffällige übel riechende Scheidenabsonderung |
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Unklare Unterbauchschmerzen |
Diagnostik. Grundsätzlich sollte die jährliche Vorsorgeuntersuchung
mit Zytotest genutzt werden.
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Zytologieabstrich von der Portio und aus dem Gebärmutterhalskanal |
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Lupenoptische Untersuchung der Portio (Kolposkopie) |
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Spezialuntersuchungen bei Verdacht auf Papillomviren |
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Operative Gewebsgewinnung zur histologischen Untersuchung durch Konisation |
Therapie.
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Die operative Therapie entscheidet sich nach dem
histologischen und klinischen Befund: |
-
Bei Vorstufen ist eine Konisation und/oder eine einfache Hysterektomie
(Gebärmutterentfernung, meist vaginal) die ausreichende Therapie.
-
Beim Karzinom ist die abdominale Uterusexstirpation mit dem den
Gebärmutterhals umschließenden Paragewebe (Parametrium), einer
Scheidenmanschette und den regionalen Lymphknoten Standard (sogenannte Wertheim-OP)
 |
bei fortgeschrittenen Stadien kann auch eine zusätzliche Chemotherapie
erforderlich werden, |
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eine postoperative Strahlentherapie wird bei ausgedehntem
Beckenlymphknotenbefall notwendig. |
Nachsorge. Die Nachsorge erstreckt sich wie bei allen Karzinomen in
der Regel anfangs in 2 bis 3-monatigen Abständen, dann halbjährig bis zum
5-Jahres-Abschluß.
Sie umfasst Labordiagnostik, die regelmäßige gynäkologische Untersuchung mit
Zytotests, die Sonographie des kleinen Beckens, ggf. strahlentherapeutische und
urologische Kontrollen.
Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Seit kurzem besteht erstmalig die Möglichkeit, Krebs durch eine Impfung
zu verhindern. Gebärmutterhalskrebs und andere von humanen Papillomviren
verursachte Erkrankungen, die sehr verbreitet und ansteckend sind,
können durch eine Impfung an ihrer Entstehung gehindert werden.
Diese Impfung erfolgt durch 3 Infektionen in den Oberarm im Abstand von
2 und 6 Monaten nach der ersten Impfung. Sie ist für alle Frauen und
auch für Männer wichtig, weil sie auch bei Männern einige Krebsarten
verhindern kann.
Weil besonders junge Frauen gefährdet sind, sich
mit diesen Viren zu infizieren, wird diese Impfung bisher von
verschiedenen Krankenkassen bevorzugt für diese Altersgruppen empfohlen
und bezahlt.
Bitte sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.
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Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)
Der Gebärmutterkrebs, auch Endometrium- oder Korpuskarzinom,
tritt besonders bei älteren, meist über 60-jährigen Frauen auf. Er macht 30-40 % der Genitalkrebse aus. Von den Erkrankten sind aber auch ca. 5% unter 40
und ca. 15% unter 50 Jahre.
Für die Entstehung sind verschiedene Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck,
Adipositas und erhöhte Blutfettwerte ausschlaggebend. Auch eine langfristige
Hormonbeeinflussung mit Östrogenen ohne beigeordnete Gestagenwirkung (Gelbkörperhormon) scheint krebsinduzierend zu sein.
Symptome. Bei folgenden Symptomen muss unbedingt kurzfristig der
Frauenarzt aufgesucht werden:
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jede irreguläre Zwischenblutung bei Frauen über 40 Jahre |
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vor (prä) - und nach (post) - menstruelle Schmierblutungen über 40 Jahre |
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jede andere Blutung nach Eintritt der Menopause |
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jeder dunkle, fleischwasserfarbene oder übel riechende Ausfluss |
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jede ungewöhnliche oder lange Menstruationsblutung |
Diagnostik. Die Diagnostik erstreckt sich nach einer gründlichen
gynäkologischen Untersuchung vor allem auf:
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eine vaginale Sonographie zur Beurteilung der Schleimhautstärke (Endometriumdicke), |
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eine fraktionierte Abrasio (Ausschabung, Curettage) zur Gewinnung von
Schleimhaut für eine histologische Untersuchung, |
 | oft wird der Abrasio eine sogenannte Gebärmutterhöhlenspiegelung (Hysteroskopie) vorangestellt. Damit können differenzierte Veränderungen
in der Gebärmutterhöhle erkannt werden. |
Therapie.
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Operatives Vorgehen: |
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Je nach Ausdehnung des Befundes (z.B. schmale Begrenzung des Krebses auf
Schleimhautanteile) wird in der Regel die Gebärmutterentfernung unter
Mitnahme der Adnexe (Eierstöcke und Eileiter) mittels Bauchschnitte, also
abdominal vorgenommen.
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Bei ausgedehnten Befunden mit tiefem Eintritt des Karzinoms in die
Muskulatur des Gebärmutterkörpers oder sehr aggressiven, unreifen Krebsen
wird auch die zusätzliche Entfernung der regionalen Lymphknoten notwendig.
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Strahlentherapie: |
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Postoperative perkutane Bestrahlung des gesamten Beckens bei Verdacht auf
Tumorzellverbleib im Beckenbindegewebe oder den Lymphknoten
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Kontakttherapie des verbliebenen Scheidenstumpfes, wenn ohne
Scheidenmanschette operiert wurde (sogenannte "After-loading"-Bestrahlung )
-
Primäre Strahlentherapie, selten, eventuell bei älteren
inoperablen
Patientinnen, dann manchmal in Kombination mit einer Chemotherapie als sogenannte
Radio-Chemotherapie. Der Nutzen ist nicht bewiesen.
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Intrakavitäre Kontakttherapie als After-loading-Therapie, eine
Bestrahlung der Gebärmutterhöhle, wenn keine Operation erfolgt ist.
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Hormontherapie und Chemotherapie: |
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Bei ausgedehnten, nicht operierbaren Befunden, bei Rückschlägen, sog.
Rezidiven oder bereits festgestellten Metastasen (z.B. in Knochen und der
Lunge) kann eine Gestagen-Langzeittherapie (hochdosierte
Progesteronbehandlung) versucht werden.
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Auch eine aggressive Chemotherapie kann eine zeitlich begrenzte Besserung
bringen, ist aber wegen seiner starken Nebenwirkungen sorgfältig abzuwägen
und umstritten, noch kein Standard.
Nachsorge. Wie beim Gebärmutterhalskrebs.
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